Willkommen

Das Archiv Aktiv versteht sich als Gedächtnis der Gewaltfreien Bewegung. Es verfügt über Bestände aus der Friedens-, Umwelt- und Gewaltfreiheitsbewegung sowie über zahlreiche Personenbestände seit den 1950er Jahren.

Gleichzeitig möchten wir Impulse für deren Fortentwicklung geben. Gemeinsam mit Zeitzeugen und heute Aktiven will das Archiv Aktiv einen Lernprozess zugunsten Gewaltfreier Veränderungen vorantreiben. Wir möchten uns nicht auf wissenschaftliche Arbeit beschränken. Der Kontakt zu engagierten Gewaltfreien Gruppen ermöglicht sowohl eine zeitnahe Informationssammlung als auch – in Form der Auswertungsergebnisse – Anregungen für die aktuelle gewaltfreie Praxis.

Das Archiv Aktiv versteht seine Arbeit als ‚handelndes Sammeln‘ und verbindet dies mit politischer Bildungsarbeit.
 

Die gewaltfreie Bewegung ist vielfältig und in stetem Wandel begriffen. Das Archiv ist der Ort, an dem Flyer, Aufrufe, Plakate, Protokolle, Zeitungsartikel und vieles mehr gesammelt und zugänglich gemacht werden. Staatliche Archive sammeln solche Materialien kaum, so dass die Geschichtsschreibung gewaltfreien Protest und Widerstand nicht zeigt/abbildet.

Wir sammeln Materialien sowohl aus der Forschung zu Gewaltfreiheit als auch aus Umwelt- und Friedensbewegung in all ihrer Vielfalt. Auch Vor- und Nachlässe einzelner Aktivisten oder Organisationen finden sich bei uns im Archiv, was die Bestände der einzelnen Kampagnen oft sehr sinnvoll ergänzt.

Zu den Materialien gehören klassisches Archivgut wie Protokolle, Akten, Arbeitsunterlagen, Korrespondenzen; Graue Literatur wie Zeitungen, Zeitschriften, Flyer; Transparente; Fotos, CDs und Dias; verschiedene Objektarten wie Tassen, Buttons, T-Shirts, Demoschilder usw.


Einladung zur Onlineveranstaltung am 6. Dezember 2021, 19,00 Uhr

"Sicherheitspolitik von unten" - Ziviler Ungehorsam gegen Nuklearrüstung in Mutlangen von 1983 bis 1987

Ende der 1970er Jahre spitzte sich der Kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA erneut zu. 1983 ließ die NATO-Nuklearraketen in der Bundesrepublik Deutschland und in anderen westeuropäischen Ländern stationieren. Vor allem die schwäbische Gemeinde Mutlangen rückte damals als Standort von Pershing-II-Raketen in den Fokus der Friedensbewegung und der Öffentlichkeit. Bis 1987 fanden dort jahrelang Proteste statt, vor allem Sitzblockaden.

Richard Rohrmoser berichtet über die Entwicklung seines Forschungsprojektes und beschreibt die Entwicklung Mutlangens zu einem Symbolort der Friedensbewegung in Deutschland. Sein Vortrag geht zudem der Frage nach, welche Folgen die massenweise Praktizierung vom zivilen Ungehorsam der Friedensaktivist*innen für die bundesdeutsche Gesellschaft hatte.

Bei Campus erscheint Ende November in der Reihe „Frieden und Krieg. Beiträge zur Historischen Friedens- und Konfliktforschung“ das gleichnamige Buch mit 440 Seiten für 44 Euro.

Anmeldung bitte per E-Mail an email@archiv-aktiv.de.